Der heilige Berg und Cannobio

Der heilige Berg und Cannobio

Auf dem heiligen Berg Sacro Monte

Wir sind mal wieder unterwegs in den Süden zum Lago Maggiore. Die Straßen sind eng und kurvig. Unser Weg führt uns zum Sacro Monte di Ghiffa. Es ist bereits dunkel. Wir übernachten auf einem großzügigen kostenlosen Parkplatz (N45°57’46.59“ E8°36’57.76“).

Am Morgen nach dem Frühstück starten wir unsere Entdeckungstour.

Die Sacro Monte di Ghiffa gehört zu einer von neun Wallfahrtsstätten. Die Kapellenanlagen und Pilgerstätten, die in den Regionen des Piemont und der Lombardei liegen, gehören zum UNESCO Weltkulturerbe. Der Wallfahrtsort ist über verschiedene Pfade zu erreichen und zieht jedes Jahr zahlreiche Pilger an.

Die Bäume stehen in farblicher Pracht. Der Wind reisst an den Blättern. Unter unseren Füssen raschelt das Laub. Wir spazieren zu den drei Kapellen, die der Marienkrönung, Johannes dem Täufer und Abraham geweiht sind. Der Mittelpunkt ist die Wallfahrtskirche der Dreifaltigkeit, die Anfang des 17. Jahrhunderts gebaut und im Mittelalter erweitert wurde. Der Säulengang mit 14 Bögen beeindruckt mit Bildern, die den Kreuzweg darstellen.

Wir genießen den Panoramablick über den Lago Maggiore und auf die Voralpen. Hier verbringen Nonnen ihr Leben nach dem Rhythmus der Benedektinerregel («Bete und Arbeite»). Das Kloster hat eine lange Tradition und nimmt Pilger auf, die Stille suchen, fern ab der Hektik des Alltags. Auch wir spüren den Frieden und kommen zur Ruhe.

Unser Blick schweift zu den waldigen Hängen des Monte Cargiago (788 m). Es ist ein Sondernaturschutzgebiet mit zahlreichen Pfaden. Uns kommen Läufer und Wanderer entgegen. Gerne kommen wir wieder mit Wanderstöcken im Gepäck, um das Gebiet näher kennenzulernen.

Cannobio

Wir fahren weiter. Unser nächstes Ziel ist Cannobio, der letzte Ort am Ufer des Lago Maggiore vor der Schweizer Grenze. Die kleine Gemeinde liegt am Westufer des Sees und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Es gibt viele schöne Orte am See, Cannobio gehört dazu. Wir schlendern über die malerische Uferpromenade, die zu den schönsten am ganzen Lago Maggiore gehören soll. Im Sommer ist hier bestimmt viel los. Wir verweilen am See, lassen die Seele baumeln und Steine über das Wasser springen.

Im Süden steht die Marmorskulptur eines Löwen, der an die Verteidigung der Stadt während des Unabhängigkeitskrieges 1859 erinnert. Dahinter die alten Häuser der Fischer. Der wichtigste Treffpunkt des Ortes ist die Piazza Vittorio Emanuele III. Wir spazieren durch die Säulengänge und staunen über die mehrfarbigen Häuser, die kleine Geschäfte beherbergen.

Von Cannobio aus können zahlreiche Ausflüge unternommen werden. Eine Wanderung zur Mündung des Flusses Cannobino in den Lago Maggiore soll empfehlenswert sein. Bekannt ist auch der Wochenmarkt von Cannobio am Sonntag, zu dem sowohl Einheimische, als auch Auswärtige in Scharen anreisen. 

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