Waloseum und Seehundstation: Eine Reise in die Unterwasserwelten der Nordsee

Waloseum und Seehundstation: Eine Reise in die Unterwasserwelten der Nordsee

Wir möchten mehr über Meeressäuger im Wattenmeer erfahren und besuchen die beiden Standorte der Seehundstation Norddeich, das Nationalpark-Haus in Norddeich und das Waloseum in Norden.

Seehunde an der Nordsee

Seehunde sind die häufigsten Robbenarten in der Nordsee. Sie gehören zur Familie der Hundsrobben und zur Ordnung der Raubtiere. Sie sind schlank gebaut und haben ein graues bis braunes Fell mit Flecken oder Ringen.

Seehunde leben sowohl an sandigen als auch an felsigen Küsten im flachen Wasser. Sie ernähren sich hauptsächlich von Fischen, Krebsen und Muscheln. Sie können bis zu 200 m tief und bis zu 30 Minuten lang tauchen.

Die geselligen Tiere ruhen oft in Gruppen oder schwimmen zusammen. Sie haben eine feste Bindung zu ihrem Geburtsort und kehren jedes Jahr dorthin zurück. Ihre Paarungszeit ist im Juli oder August, kurz nachdem sie ihre Jungen geboren haben. Die Tragzeit beträgt etwa neun Monate, wobei sich die Eizelle erst nach drei Monaten einnistet.

Wale an der Nordsee

Die Nordsee ist ein relativ flaches und nährstoffreiches Meer, das an mehrere europäische Länder grenzt und ein wichtiger Lebensraum ist für viele Fische, Vögel, Robben und Wale, die hier Nahrung, Schutz und Paarungsmöglichkeiten finden.

Die meisten Wale sind nur gelegentliche Besucher, die sich aus verschiedenen Gründen in das Gebiet der Nordsee verirren.

Der Schweinswal in der Nordsee

Nur eine Art ist hier heimisch: der Schweinswal. Er ist der kleinste Wal der Welt und gehört zu den Zahnwalen. Seine Nahrung besteht aus kleinen Fischen und Krebstieren. Schweinswale sind sehr scheu. Man sieht sie oft nur kurz an der Wasseroberfläche, wenn sie Luft holen.

Die Irrfahrt der Wale in die Nordsee

Die anderen Walarten, die in der Nordsee auftauchen, gehören meist zu den Bartenwalen. Das sind die größten Tiere der Erde, die sich von Plankton und kleinen Fischen ernähren, die sie mit ihren bartartigen Mundvorhängen aus dem Wasser filtern. Zu ihnen gehören zum Beispiel der Blauwal, der Finnwal, der Buckelwal und der Zwergwal. Diese Wale sind normalerweise in tieferen Gewässern zu Hause, wo sie mehr Nahrung finden. Manchmal verirren sie sich in die Nordsee, wenn sie ihren Wanderungen folgen oder vor Feinden oder Störungen fliehen.

Leider endet diese Irrfahrt oft tödlich für die Wale. Die Nordsee ist für sie zu flach, laut und voller Hindernisse wie Schiffe, Netze oder Windräder. Viele Wale stranden an den Küsten oder verletzen sich. Manche verhungern auch oder werden krank durch Umweltverschmutzung oder Parasiten.

Pottwal vor Norderney

Ein trauriges Beispiel ist der Fall eines Pottwals, der im Jahr 2003 vor Norderney gestrandet ist. Er war ein junger Bulle von 15 Metern Länge und 30 Tonnen Gewicht. Der arme Keib gehörte zu einer Gruppe von Pottwalen, die sich in die Nordsee verirrten und keinen Ausweg mehr fanden. Er steckte mehrere Stunden im flachen Wasser fest und starb an Erschöpfung und Stress.

Sein geborgenes und präpariertes Skelett ist heute ein Ausstellungsstück im Waloseum https://seehundstation-norddeich.de/website/waloseum/.

Das Waloseum – ein Ort zum Staunen

Wir besuchen das Museum, das sich dem Leben und Schutz der Wale und anderen Meeresbewohnern widmet. Hier können Besucher das Skelett des Pottwals bestaunen und mehr über seine Biologie, sein Verhalten und seine Bedrohung erfahren. Es gibt verschiedene Ausstellungen zum Anfassen und Mitmachen, die über die Unterwasserwelten, die Vogelwelt und die Geschichte der Küstenfunkstelle Norddeich Radio informieren.

Das Waloseum beherbergt eine Quarantänestation für kleine Seehunde und Kegelrobben.

Es ist ein Ort des Lernens und Staunens über die Wunder der Nordsee. Es zeigt uns auch, wie wichtig es ist, diese Wunder zu schützen und zu bewahren.

Die Wale an der Nordsee sind ein Symbol für die Schönheit und die Gefahren dieses Lebensraums. Sie brauchen unsere Hilfe und unseren Respekt, um zu überleben.

Ausflug in die Seehundstation Norddeich

Die Seehundstation Norddeich: Ein Erlebnis für Groß und Klein

Die Seehundstation Norddeich leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz und zur Erforschung der Seehunde im Wattenmeer. Sie ist die einzige Station in Niedersachsen, die sich um Seehunde und Kegelrobben kümmert.

Ein Besuch in der Seehundstation Norddeich ist eine wunderbare Möglichkeit, mehr über diese faszinierenden Meeressäuger zu erfahren.

Jährlich werden zwischen 80 und 150 verwaiste Seehunde und vereinzelt auch Kegelrobben aufgezogen und in die Nordsee zurückgebracht.

Heuler in Not

Heuler sind junge Seehunde, die ihre Mutter verloren haben und allein am Strand liegen. Ihre Kontaktlaute, um mit der Mutter in Verbindung zu bleiben oder zu kommen, sind Grund für die Namensgebung.

Heuler treten vor allem in den Sommermonaten auf, in der Wurfzeit der Seehunde.

Gründe für die Trennung von Mutter und Jungtier können verschieden sein. Sommerstürme, Krankheit oder Tod der Mutter, aber auch menschliche Störungen an den Wurfplätzen.

Ein Tierarzt kümmert sich um den aufgenommenen Heuler in einer Quarantänestation der Seehundestation. Er beobachtet das Tier und bringt ihn später zur Aufzuchtstation.

Die Mission

Die Mission der Seehundstationen ist die Rettung und Rehabilitation von verwaisten oder verletzten Seehunden und Kegelrobben vom Wattenmeer.

Von der Rettung bis zur Forschung: Die vielfältigen Aufgaben der Seehundstationen

Die Seehundstationen sind nicht nur Tierkliniken. Sie beherbergen auch Bildungs- und Forschungszentren, informieren über Biologie, das Verhalten und die Bedrohung der Seehunde und anderer Meeresbewohner.

Für alle Altersgruppen sind Ausstellungen, Führungen, Vorträge und Aktionen zu bestaunen.

Die Seehundstationen arbeiten mit Wissenschaftlern zusammen, die das Leben der Seehunde im Wattenmeer erforschen. Sie sammeln Daten über die Gesundheit, das Wachstum und das Verhalten der Tiere und setzen ihnen Sender an, um ihre Wanderungen zu verfolgen.

Touristenmagnet

Die Seehundstationen an der Nordsee sind sehr beliebt bei den Touristen und Einheimischen. Mit unserem Kombiticket können wir an den schlangestehenden Menschen vorbei direkt zur Kasse. Es ist sehr viel los, Schulklassen und die zahlreichen Besucher lassen ein gemütliches Schlendern von einer Station zur nächsten, kaum zu. Wir werden zum Teil durch den Rundweg geschoben. Unserem Junior wird es zu viel bei den Massen an Touristen und Kurgästen und wir gehen schneller wieder nach draussen, als es uns lieb ist.

Die Seehundstationen an der Nordsee sind mehr als nur ein Ausflugsziel für Tierfreunde. Sie sind auch wichtige Einrichtungen für den Schutz und die Erforschung der Seehunde und anderer Meeressäuger, die im Wattenmeer leben.

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