Baumwollfelder in Spanien

Baumwollfelder in Spanien

Unsere Reise führt uns durch das verregnete Frankreich bis nach Spanien. Die Nacht bricht herein. Wir übernachten auf einem unbefestigten großen Parkplatz mit vielen weiteren Wohnmobilen.

Stellplatz: N41°59’25.13″ E2°48’6.32″

Wir fahren den Sommer entgegen

Den Herbst lassen wir hinter uns. Am zweiten Fahrtag klettern die Temperaturen auf über 30 Grad Celsius.

Andalusien

Wir erreichen Andalusien, eine der heißesten Regionen ganz Europas mit vielfältigen Naturräumen, wie Gebirge, Feuchtgebiete, Wälder, vulkanische Wüsten und Küsten. Auf der Autobahn sehen wir nur wenig von dieser Naturvielfalt.

Trockene Gebiete und Olivenhaine erstrecken sich über weite Teile. Plötzlich schieben sich wattige weiße Baumwollkugeln in unser Sichtfeld.

Baumwolle

Die Pflanze gehört zur Familie der Malvengewächse und wurde bereits vor über 7000 Jahren von den Inkas und Mayas angebaut. Auch heute ist sie eine wichtige Naturfaser in der Textilindustrie. Wir nehmen die nächste Ausfahrt, um die Baumwollknospen genauer unter die Lupe zu nehmen.

Negative Folgen des Anbaus

Die Pflanze ist anspruchsvoll. Sie braucht Sonne, wenig starken Regen und viel Wasser zum Wachsen und Gedeihen. Nicht nur der hohe Wasserverbrauch in den Trockengebieten ist heikel. Auf Menschen und Umwelt ist auch der Einsatz von Pestiziden problematisch. Folgen sind die Versalzung der Böden, Trinkwasserknappheit, Pestizidrückstände im Grundwasser und Lebensmitteln.

Genmanipuliert oder Bioqualität

Der Einsatz genmanipulierter Pflanzen, die mittlerweile ca. 70% der weltweit erzeugten Baumwolle ausmachen, ist kritisch zu hinterfragen. Sie brauchen spezielle Düngemittel und den Einsatz weiterer Chemikalien, da die Pflanzen anfälliger sind für Pilzbefall.

Weniger als 1% der Baumwolle stammt weltweit aus biologischem Anbau. Wir betrachten das Feld, das sich vor uns erstreckt. Pflanzen in Bioqualität? Wohl eher nicht. Auf einem Feld mit Bio-Baumwolle sind andere Pflanzen zu sehen. Eine Mischkultur mit vielen Vorteilen für die Nachhaltigkeit und den Umweltschutz.

Alternativen zur Baumwolle, die auch in Bioqualität eine starke Bewässerung brauchen, sind Kleidung aus Flachs und Hanf.

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