Rio Tinto

Rio Tinto

Wir fahren über eine rostige Brücke. Unter uns fließt der Rio Tinto, ein Fluss in Andalusien mit einem spektakulären Farbenspiel.

Das Wasser enthält diverse Sulfidmineralien und Schwermetalle aus den nahegelegenen Erzminen, die durch den Regen in den Fluss gespült werden.

Wir übernachten neben dem Fluss. Schwefelgeruch treibt uns in die Nase. Über unseren Köpfen ziehen Störche.

Stellplatz: N37°24’52.2″ W6°37’17.73″

Der pH-Wert liegt unter zwei. Keine Fische, Amphibien oder Säugetiere sind im Flussbett zu finden. Nur bestimmte Mikroorganismen können den hohen Säuregehalt überleben.

Katastrophen für Mensch und Umwelt

Die Kupfermine beim Rio Tinto wurde Ende des 19. Jahrhunderts zur größten der Welt. Sie war auch führend im Abbau von Zink und Katzengold. Die Verarbeitung von Pyrit kontaminierte die Felder um die Mine und es starben über 100 Menschen am Gifttod.

Über Jahrzehnte hinweg wurden Minen stillgelegt und unter neuen Betreibern wieder eröffnet, um vor allem das im Internetzeitalter begehrte Kupfer abzubauen.

Die Marsmission

Die Zusammensetzung des Bodens in der Mine am Rio Tinto gleicht durch den Erzabbau denen des Marsbodens. Ein ideales Übungsfeld für die NASA. Sie testet hier ihre ferngesteuerten Marsfahrzeuge und neue Bohrmethoden zur Erforschung der Marsoberfläche.

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