Vom eiskalten Schnee zu den heißen Quellen

Vom eiskalten Schnee zu den heißen Quellen

Eine Kuhherde geleitet uns zum Stausee

Wir fahren durch dünn besiedeltes Gebiet und über einsame Hügellandschaften, bis wir gestoppt werden von einer Kuhherde. Kein Bauer weit und breit. Die Rinder marschieren gemächlich die Straße entlang und lassen sich auch durch uns nicht stören. Auf den Wiesen türmt sich der Schnee.

Wir fahren eine Weile hinter ihnen her, bis Daniel im Slalom unser Wohnmobil an den Tieren vorbei manövriert und sich kurz danach der Stausee auf der linken Seite in unser Blickfeld schiebt.

Winterwunderwelt in Griechenland

Ein geeigneter Platz, um zu rasten und die Seele baumeln zu lassen. Koordinaten: N39°8’45.95″ E22°3’57.24″

Der Winter hat uns wieder. In der Nacht fallen die Temperaturen auf zweistellige Minusgrade. Wir erinnern uns an den Lukmannierpass und die Wanderung im Schnee. 

Die Kälte hat uns fest im Griff.

So entscheiden wir uns für einen Zwischenstopp bei den heißen Quellen, um uns aufzuwärmen.

Koordinaten Thermopylen: N38°47’32.97″ E22°31’32.92″

Aufwärmen bei den Thermopylen

Bereits vor dem Parken schlägt uns der Geruch von faulen Eiern entgegen. Das Wasser stammt aus schwefelhaltigen Quellen. Wir packen unsere Handtücher, tauchen den Fuß ins Wasser und zucken im ersten Moment zurück. Ganz schön heiß, ca. 40 Grad Celsius. Schnell haben wir uns an die Temperatur gewöhnt und genießen das gemütliche Bad.

Leonidas Denkmal und die Erinnerung an die Schlacht bei den Thermopylen

Leider erfahren wir erst später, dass sich gleich neben der Quelle eine bedeutende Stätte befindet. Das Leonidas Denkmal, dem einstigen König von Sparta erinnert an die 300 Spartiaten, die im Perserkrieg gestorben sind.

In der Antike sah es hier noch anders aus. Das Meer hat sich bis heute weit zurückgezogen und nur noch eine versandete Stelle hinterlassen. Das ehemalige Schlachtfeld bei der Thermopylen war damals ein schmaler Durchgang zwischen den Felsen und dem Meer.

In der Antike kämpften bei den Thermopylen 300 Spartaner mit rund 3000 anderen Griechen um sich gegen 150 000 Perser zu widersetzen. Ein Orakel warnte die Spartiaten vor der Schlacht, Zu Recht, wie sich herausstellen sollte.

Die Perser wollten das europäische Festland erobern. Sie errangen hier bei den Thermopylen einen Sieg gegen die Griechen. Das Besondere war wohl, dass die Perser zum ersten Mal auf erbitterten Widerstand stießen.

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