Griechenlands Naturparadies am Ambrakischen Golf

Griechenlands Naturparadies am Ambrakischen Golf

Griechenland hat viel mehr zu bieten als ihre Mythologie, kilometerlange Strände, malerische Orte und Berge. Unser nächstes Ziel ist der Ambrakische Golf mit seiner ganz eigenen Schönheit, Ruhe und Atmosphäre.

Der Ambrakische Golf

Der Name des Golfes stammt von der antiken Stadt Ambrakia, wo sich heute die Stadt Arta befindet. In der Literatur ist daher manchmal auch der Name Golf von Arta zu finden.

Golf oder Bucht

Golf oder Bucht, bei beiden trifft Land auf Wasser. Ein Golf ist eine größere Meeresbucht und wird auch als Meerbusen bezeichnet. Er ist fast vollständig von Land umschlossen und nur durch einen engen Kanal mit dem Meer verbunden.

Koronisia

Wir fahren über eine Nehrung zu einem Eiland. Schon auf der Überfahrt beäugen uns Flamingos, Pelikane, Kormorane und Reiher in den Lagunen. Unser Ziel ist Koronisia, die einzige bewohnte Insel inmitten des Golfes mit einem verschlafenen Fischerdorf.

Biotop und Naturschutzgebiet

Rund um Koronisia erwartet uns eine magische Welt, ein komplexes Ökosystem aus Sumpfgebieten, Lagunen, überfluteten Wiesen, Schilfgärten und Deltas zweier Flüsse.

Der Ambrakische Golf wirkt wie eine riesige Seelandschaft. Er ist ein Feuchtgebiet mit vielfältigem Lebensraum für seltene und gefährdete Arten. Die Gewässer des Golfs dienen als wichtiges Biotop für Tiere, wie Mönchsrobben. Vielen Vögeln dient das Schutzgebiet außerdem als Ruhe, Futter- und Brutstätte. Ein Paradies – leider auch für Mücken…

Noch beherbergt der Ambrakische Golf einige seltene Vogelarten. Der dalmatinische Pelikan zum Beispiel ist vom Aussterben bedroht und nistet auf den Inseln der Lagunen.

Konflikt

In jüngster Zeit hat das Schutzgebiet mit Schwierigkeiten und daraus resultierenden Auswirkungen auf das Ökosystem zu kämpfen. Müll und Umweltsorgen, aber auch Konflikte zwischen Mensch und Tier, wie die Verfolgung der gefährdeten Vögel und die zunehmende Population der Kormorane.

Sonnenuntergang und Mückenschwärme

Schon während unserer Wanderung am Strand kreuzen immer wieder Mückenschwärme vor uns auf. Aber so romantisch ihr Tanz im Abendlicht scheint, beobachten wir diesen lieber durch das Fenster im Wohnmobil.

Mückenschwärme und ihre Physik

Jeder flucht über diese Insekten, saugen sie doch unser Blut und hinterlassen angeschwollene und vor allem juckende Hautstellen. Aber es gibt mitunter auch Interessantes über sie zu erfahren.

Die Mücken fliegen chaotisch durcheinander. Aber wer hätte gedacht, dass sich das Flugverhalten durch eine physikalische Formel beschreiben lässt? Nach britischen Forschern folgt der Flug der Insekten der Langevin Gleichung, eine Formel, die auch die Brownsche Molekularbewegung beschreibt.

Während sich Vögel oder Fische in ihren Schwärmen koordiniert bewegen, schwirren Mücken in ihrer Wolke durcheinander, ohne das Zentrum zu verlieren.

Erstaunlich ist wohl auch, dass die Mücken in ihrem Flug extreme Beschleunigungen erreichen, sich sogar bis zu dem Zehnfachen der Erdanziehung aussetzen. Ein Jetpilot würde bewusstlos werden, während die Mücken dies problemlos überstehen.

Auch ein Windstoß oder das Gefuchtel mit unseren Armen können dem Tanz der Mücken nichts anhaben. Sie lassen sich nicht zerstreuen. Die Insekten scheinen durch gravitationsähnliche Kräfte miteinander verbunden zu sein. Die Forscher beschreiben die Bewegung wie die von Sternen in einem Sternenhaufen. So besitzt auch eine Mückenwolke ein dichteres Zentrum und eine Hülle aus Insekten, die weniger dicht fliegen.

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