Auszeiten an einsamen Stränden

Auszeiten an einsamen Stränden

„Wir sind voller Begegnungen, Begegnungen ohne Dauer und ohne Abschied, wie die Sterne. Sie nähern sich, stehen Lichtsekunden nebeneinander entfernen sich wieder: ohne Spur, ohne Bindung, ohne Abschied.“

Wolfgang Borchert, Draußen vor der Tür

Der Wassertank ist leer

Unser Wasserstand sinkt. Quellen und Brunnen gibt es immer wieder. Wir halten, um unseren Vorrat zu füllen. Auch hier liegt der Müll über den Boden verstreut oder schwimmt im Wasser.

Traditionelles Essen neben der Strasse

Auf unserer Route nehmen wir uns Zeit, an dem ein oder anderen Stand zu essen oder Obst zu kaufen. Wir begegnen immer wieder Türken, die zeitweise in Deutschland gelebt haben und sich freuen mit uns zu plaudern.

Versteckte Wege führen ins Nirgendwo

Das Blau glitzert im Tal. Mit jeder Kurve entfernen wir uns von dem asphaltierten Weg und kommen der Bucht näher. Der Sand staubt unter unseren Rädern. Steine knirschen. Im Navi existiert die Straße nicht. Wieder begleitet uns eine Schildkröte, wenn auch nur wenige Zentimeter.

Eine Oase der Ruhe

Wir finden auf unseren Reisen immer wieder diese versteckten Pfade, probieren sie aus und entdecken menschenleere Strände im Nirgendwo. Eine Oase der Ruhe.

An manchen Tagen suchen wir die Stille. Die Kilometeranzeige des Wohnmobils steigt. Der Verkehr oft chaotisch, trotz der Kontrollen. Kaum jemand hält sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Es gibt immer wieder Ausweichmanöver, weil dem Fahrer vor uns plötzlich einfällt, an Ort und Stelle anhalten zu müssen und das auf einer stark befahrenen Strasse. Hier gilt einmal mehr die Devise: Vorausschauend fahren und bremsbereit sein.

Ein weiterer Strand

Es ist einer dieser Tage, an denen wir uns einmal mehr eine Auszeit gönnen. Ein Nachmittag mit Meerblick. Unser Copilot sammelt Muscheln und legt ein Strandbild. Es staubt, als ein Traktor herbeifährt und in unserer Nähe parkt. Der Fahrer zeigt uns ein altes, gerissenes Tau und erklärt sich mit einem Mix aus Türkisch und Englisch. Wir reichen ihm ein Abschleppseil. Schon ist er davongebraust, um das Auto in einiger Entfernung aus dem weichen Sand herauszuziehen. Mit überschwänglicher Freude und Dankbarkeit bringt er uns das Seil zurück. Nun ist niemand mehr zu sehen. Allein stehen wir am Strand und hören den Wellen zu.

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